HACKS - UND KEIN ENDE!
- Ein Hacks-Fest-Wochenende 2016 -
Berlin: 30.September - 2.Oktober 2016
im Theater im Palais Unter den Linden



Teilnahme an den Dingen
ist das einzige Reelle.

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Dr. Seltsams 300. Wochenschau

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Peter Hacks (1928-2003)



Wir denken, Hacks ist wichtig für den Zugang und das Verständnis von Kultur. Der Dichter und Dramatiker unterhält, fasziniert (und provoziert) Publikum, Künstler, Wissenschaftler und Politiker – nach wie vor. Der Schatz seiner geistsprühenden Essais, Gedichte, Kindergeschichten und weit über fünfzig (!) Stücke, ist noch längst nicht ausreichend gehoben.

Der Sinn des menschlichen Lebens ist Kunst und Kultur. Sie sind Ausdruck jeder Epoche und der Kampf um Teilhabe bildet das Zentrum gesellschaftlicher Auseinandersetzungen: No pasaran! Kultur ist Würde des Menschen. Wenn den Menschen weite Bereiche der Kultur vorenthalten, ihnen die Universalität von Kultur geraubt wird, heißt es ganz besonders, diesen Anspruch zu behaupten. Wer diesen Anspruch sich nehmen lässt, aufgibt, verliert, verliert seinen Kampf gegen die Privilegien.

Oder mit anderen Worten:

"Es gibt kein Recht auf Heiterkeitsverzicht" (Wiglaf Droste)





Über Voltaire schreibt Hacks über Hacks in seinem Voltaire-Essai Ödipus Königsmörder (WERKE, Bd. 14):

Genie ist die Fähigkeit, die Dinge zu betrachten, wie sie sind, und nicht, wie gesagt wird, daß sie seien. Genie ist die Neigung zu der Annahme, daß der Weg, den die Allgemeinheit einschlägt, wahrscheinlich der falsche ist. Genie ist die Eigenschaft, sich durch das Schicksal der Nation stärker beeindrucken zu lassen als durchs eigene Wohlergehen.

Voltaire dachte keinen Augenblick daran, die Wende als Bestätigung der jugendlichen Auflehnung, in der er sich gefiel, zu nehmen. Er empfand, was alle als Eintreten der Freiheit sahen, als Beginn der Sklaverei, er durchschaute den Scheinfortschritt als Verrat...






- Peter Hacks -
Foto von Klaus Morgenstern





Übrigens...
und apropos:

ALLES ÜBER BIERMANN
Aus:
"Eines schönen Tages - Erinnerungen"
von Gisela Steineckert (2016)

Und Peter Hacks selbst
hatte in der Zeitschrift »Weltbühne« zur Ausweisung des Liedermachers Wolf Biermann Position bezogen. Er bekam daraufhin viel Post gemischten Charakters. Nicht jeder Absender gab sich zu erkennen. Wer es doch tat, musste mit Antwort rechnen (1977):
Brief an einen Biermann-Freund

... und überhaupt macht die
Fundgrube der Peter-Hacks-Gesellschaft
ihrem Namen alle Ehre...



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