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VOM GESANG DER DINGE
Der Komponist Siegfried Matthus


Ein Film von Olaf Brühl


ARD/rbb 2014 (44 min / 16:9)
Erstsendung: rbb 10. April 2014

Voraufführung am 15. April 2014 im Berliner "Habbema"

Premiere am 24. April 2014 im Congress Centrum Weimar:
(Anna Amalia und Goethe Akademie zu Weimar)
Symposium zum 80. Geburtstag von Siegfried Matthus






Siegfried Matthus (Foto: rbb):

„In der brandenburgischen Verfassung steht ein wunderbarer Satz. Wenn man ihn liest,
geht einem das Herz auf:
‚Die Kunst ist frei‘.
Wenn man genau überlegt, dann stimmt das nicht, denn die Kunst ist nie frei gewesen und ist es auch heute nicht wirklich. Die Kunst lebt heute in einem schon philosophisch und gesetzmäßig, auch finanziell, definierten Raum und man kann auch nicht sagen, dass das nun die absolute Freiheit ist. Man kann jeden Dreck machen heutzutage, was man vielleicht in der DDR so nicht machen konnte. Aber diese Freiheit ist ja auch keine Freiheit, es ist sozusagen eine Vogelfreiheit.
Man kann alles machen, aber man wird auch nicht beachtet.“



Buch & Regie Olaf Brühl
Kamera Christian Schulz
Ton Bettina Jähnchen
& Mario Wiemann
Grafik Lukas Baader
Schnitt Christian Spranger
Sprecherin Marina Behnke
Tonmischung Mathias Ludwig
Produktionsassistenz Claudia Neumann
Produktionsleitung Christiane Seifart
Redaktion Dorothea Diekmann


u.a. mit
Sir Simon Rattle, Harry Kupfer, Matthias Oehme, Carolyn Masur, José-Amadeo Alcande und Jochen Kowalski, - sowie Ruth Berghaus (†) und Peter Hacks (†):

über
Heimat, Flucht, Dialektik (auch in der Oper), die Liebe, die DDR, die Hohenzollern, Walter Felsenstein, das große Ganze, die "Öberen", das Geheimnis der Kunst, Kulturpolitik, das Singen, die Kriege - und die Zukunft


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Helga & Siegfried Matthus - 2014 Foto: © Lars Jolig, Berlin

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STIMMEN ZUM FILM (April 2014):

"Augurissimi e complimenti!"
Dr. Alexandra NIGITO (Basel)
Cembalistin, Musikwissenschaftlerin & Dirigentin

"Bin ergriffen vom Film... Sehr schön die kurzen Schwarzschnitte und auch die Rolle der Frau. (...) Sehr schön... offen gesagt, ich bin überrascht, dass es so auf den Sender ging. Völlig frei von den Unarten des heutigen Fernsehens. Kompliment. Auch inhaltlich und politisch geht es weit. Die Gesprächsteile sind grad lang genug um den Menschen Matthus (auch die Frau) zu erfassen. Mich würde mal die Quote interessieren. Die Oper von 86 sah ich im Fernsehen - da erblühte eine Erinnerung."
Marcel FISCHER
Radio MARIBU

"Ich gratuliere zu dem schönen Film! Mir gefällt besonders, daß er, der Film, so unhektisch ist. Normalerweise bekommt man heutzutage Bilder & Töne ja nur noch um die Augen und Ohren geschlagen."
Dr. Marcus DICK
Philosophische Fakultät Uni Hildesheim

"Er" (Matthus) "ist tatsächlich eine interessante Person bis heute - samt der Frau, und dem Verdienst dieses Menschen als Format gegen den Strom gibt der Film wirklich klare Umrisse. Sehr schöne Schlusseinstellung.
Ein Lichtblick, LICHTBLICK in der ganzen Scheiße die auf 50 Kanälen tagein tagaus durch das Fernsehen spült."
Antje KAISER (Berlin)
Musikwissenschaftlerin & Dozentin

"Ein total spannender Film in jeder Hinsicht, habe das Zuschauen SEHR genossen!!!"
Dr. Andreas KRAUSE (München)
Wirtschaftswissenschaftler & Veranstaltungsagent

"... war ehrlich erfreut und überrascht, daß ein so sachlicher und dabei ebenso bewegender Bericht vorgelegt wurde. Ich habe ja als Augen- und Ohrenzeuge die komplette künstlerische Entwicklung von Siegfried Matthus miterleben können und mich neidlos über jeden seiner Erfolge mitgefreut - waren es doch immer Meilensteine einer Entwicklung, die unser aller Entwicklung und unser aller künstlerisches Bewußtsein betraf.
Große Hochachtung für Olaf Brühl und seine Herangehensweise - auch Matthus hat in seinem eigenen Beitrag bestätigt, daß all seine Schritte, Fortschritte und Anerkennungen nur in dem Land denkbar, sinnvoll und möglich waren, in dem auch er er gelebt hat und das bis 1990 DDR hieß.
Es war wirklich echt wohltuend, wenn ganz schlicht einmal eine historische Wahrheit laut und öffentlich gesagt wurde."
Kurt Dietmar RICHTER (Berlin)
Komponist

"einen solchen film konnte nur wer machen, der in der DDR gewachsen ist. dieser blick, die auffassung, das sich nicht vom heutigen rauschen täuschen und schlucken lassen. (...)
Helga matthus setzt akzente und nennt zentrales: erziehung in der ddr, blick aufs ganze, gesellschaftliche bezüge. lange nicht gehört im tv.
Paradies für studenten, theater der 50 jahre in der DDR - die noch lebenden wissen es. (...)
Matthus quasi als tropfstein der geschichte zu zeigen, einer geschichte, der die farben, die kultur, der humanismus der DDR nicht rausgeschnitten werden kann. da gibt es antworten auf den seinnssinn. und das geht ohne Hollywood. der zuschauer erinnert sich das er tiefer lebt, als auf reklameabbildungen.
man schaut, hört ("hört auf die stille").
- dies reiterdenkmal wird nun mir immer mit diesem schlußbild und worten verbunden sein..."
Hartmut HECK (Berlin)
Maler & Kunstdozent

Der "Film war toll!
Richtig gut fand ich Matthus' Kommentar zur Formalismus-Debatte. Das nenn ich wacker gesprochen! Dazu seine Geschichte über seine Auskunft über die DDR-Kulturpolitik, die dann doch ein Loblied wurde. Fein."
Annette LOSE (Halle/S.)
Autorin

"Hat uns sehr beeindruckt, besonders die aufrechte und gelassene Art von Siegfried Matthus, aber auch die einzelnen Einblicke in den persönlichen Werdegang des Künstlers und in das Kulturleben in der DDR.
Die Aussagen haben uns mit Freude und Stolz erfüllt."
Uta und Eduard MADER (Berlin)
Freidenkerverband Deutschland

"Alles ist auch sehr liebevoll gemacht und mit Charakter. Hat er" (Matthus) "sich verdient, dass er so einen schönen Film bekommen hat, ein guter Zugriff und ein stimmiger Bogen gespannt." Christine BOYDE (Berlin)
Theaterwissenschaftlerin

"wir sind begeistert von dem film.
so ein klares und zutiefst klassisches filmporträt!"
Uta & Jost HEYDER (Erfurt)
Journalistin & Maler

"danke für den informationsreichen und poetischen film! ich als nord-amerika sozialisierter hatte nie von diesem komponisten gehört. eine wunderbare entdeckung"
Jean-Theo JOST (Berlin)
Theatermann & politischer Aktivist

"und bis zum schluß verweilt ja die kamera ein paar augenblicke länger 'als notwendig', also als 'zweckdienlich' - immer und immer wieder. die szenen vom 'cornet' und berghaus bilden ein wirklich - auch inhaltlich - gewichtiges zentrum, zählt doch diese inszenierung gewiß zu den bedeutendsten und ästhetisch schönsten von ihr
dass der film mit so vielen liebevollen filmischen details die von mir als sehr in sich fixierte musikwelt nicht gewaltsam aufbricht, sondern mit seinen filmspezifischen mitteln sie sanft durchdringt und ein anderes, umfassenderes aufleuchten läßt, berührt mich."
Jörg HERCHET (Dresden)
Komponist & Musik-Professor

"Und auch das Matthus-Feature ist wunderbar geraten: bei beiden Filmen (-> "Händel in Rom", O.B.) habe ich eine Menge gelacht und war gleichzeitig emotional sehr berührt. Herzlichen Glückwunsch zu diesen beiden Kunstwerken - denn das sind sie!"
Prof. Martin Maria KRÜGER,
Präsident des Deutschen Musikrates

„2014 der wundervolle, einfühlsame, poetische und kluge Film über Sie von Olaf Brühl VOM GESANG DER DINGE rückte Ihre Lebensleistung einem breiteren Publikum in die Zeit und man vernahm interessiert und erfreut, dass Sie die kulturpolitischen Leistungen der DDR im Film nicht verleugneten. (Ebenso Ihre charmante und aufrichtige Ehefrau). Dieser Film machte Sie über ihre künstlerische Leistung hinaus sympathisch. Eine filmische Handschrift in Kenntnis, Respekt, Wärme und Ehrung. Herrn Brühl gelang es einen Film zu schaffen, der als Dokument und in poetischer, wie politischer Aussage überdauern wird, wir sehen da, für einen großen Künstler unserer Zeit, ein filmisches Denkmal, das über die Gegenwart hinausweist. Wie selten unter heutigen Verhältnissen. Gratulation!“
- Aus einem Brief (Februar 2015) an Siegfried MATTHUS -
Hartmut HECK (Berlin), Maler & Kunstdozent

"Ich kann nur wiedergeben, was alle übereinstimmend sagten, daß dieser, Ihr Film 'Vom Gesang der Dinge', nicht nur sehr gut gemacht ist, sondern eine Wärme und Sympathie ausstrahlt, die ungewöhnlich ist, da man es meistens mit dem üblichen flapsigen Journalismus zu tu hat. Wiederholt sagte man mir, daß dieser Film auch so spannend ist, daß sie ihn mehrmals gesehen haben. (Das betrifft Freunde, denen wir die DVD geschenkt haben.) Er ist informativ, ohne im schlechten Sinne belehrend und didaktisch zu wirken. Da er lebendig, natürlich und spannend ist, ohne irgendwo aufgesetzt und gewaltsam zu sein.
Ich kann dem nur von ganzem Herzen zustimmen, lieber Herr Brühl und immer wieder nur Dankeschön sagen. Es ist ein wunderbares künstlerisches Dokument, weil es um die Sache geht: um Kunst, ja, um den Zeitgeist und die Menschen! Und daß der Film so lebendig und voller Wärme geworden ist, liegt daran, daß Ihnen ohne jegliche Eitelkeit oder sich mit irgendwelchen Mätzchen in den Vordergrund stellen zu wollen, etwas Außergewöhnliches gelungen ist."
Helga MATTHUS (Stolzenhagen bei Wandlitz)


Berlin, 20. Mai 2014 (an die Intendantin des RBB, Dagmar REIM):

"(...) Umso mehr freut es mich, dass ich im April dieses Jahres mit dem vom RBB produzierten Film von Olaf Brühl über den Komponisten Siegfried Matthus einen Beitrag gesehen habe, über den ich nur Lobendes sagen kann - und dies auch sehr gern tue. Solche Beiträge sind in Inhalt und Qualität bei privatwirtschaftlichen Sendern tatsächlich nicht zu finden und vermitteln dem Gebührenzahler den oft vermissten Eindruck, Programmangebote zu ermöglichen, die es anderswo nicht ohnehin reichlich gibt."
Prof. Dr. Norbert LAMMERT, MdB
Präsident des Deutschen Bundestages


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Filmpräsentation auf der Matthus-Tagung
im cc weimar, 24. April 2014


(Olaf Brühl) - Foto: © Ricardo Borchardt, Erfurt



v.l.n.r.:
Barbara Roca, Jochanan Trilse-Finkelstein, Siegfried Matthus,
Norbert Lammert, Gerhard Müller
- Foto: © Ricardo Borchardt, Erfurt



v.l.n.r.: Gerhard Müller, Olaf Brühl, Claudia Eder, Siegfried Matthus
Foto: © Ricardo Borchardt, Erfurt



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Artikel "Auf der Suche nach der verlorenen Melodie" - SIEGFRIED MATTHUS ZUM 80.


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MUSIKWERKE IM FILM :


VOKALISEN:
Christel Klug (Sopran), Werner Tast (Flöte), Walter Klier (Gitarre), Walter Pietschmann (SChlagzeug)
+ "Holofernes-Portrait"
Dietrich Fischer-Dieskau (Bariton),
Leipzig Gewandhaus Orchestra, Ltg. Kurt Masur
- in: "Musik in der DDR" Vol. 2
3 CDs Berlin Classics edel EAN-Code 782124907020

KONZERT FÜR FÜNF (Bläserquintett & Orchester)

II. SINFONIE:
+ Konzert für Violoncello und Orchester
2. Sinfonie
Josef Schwab, Violoncello
Orchester der Komischen Oper Berlin
Siegfried Matthus, Dirigent
CD Berlin Classics edel 0094522BC

HYPERION-Fragmente:
Theo Adam (Bass),
Orchester der Komischen Oper Berlin
Rolf Reuter, Dirigent
CD "Matthus", Magna AV 2100238

CONCERTO FOR TWO (Trompete, Posaune & Orchester)

KONZERT für Flöte, Harfe und Orchester

STREICHQUARTETT Nr. 2 "Das Mädchen und der Tod"
Petersen Quartett
Conrad Muck, Gernot Süssmuth,
Friedemann Weigle, Hans-Jakob Eschenburg
CD Capriccio 10 744

WEM ICH ZU GEFALLEN SUCHE:
Lieder und Duette (Texte von Gotthold Ephraim Lessing)
Peter Schreier (Tenor) & Theo Adam (Bass)
UA Berlin, 22. September 1988

Ausschnitte aus den Opern

DER LETZTE SCHUSS (Opern-Querschnitt)
Hannerose Katterfeld (Marjutka), Günther Neumann (Leutnant),
Renate Kramer, Sopran & Siegfried Lorenz, Bariton (Gedankenstimmen),
Rundfunk-Solisten-Vereinigung und Rundfunkchor
Rundfunk-Sinfonie-Orchester Berlin
Gert Bahner, Dirigent
LP Deutsche Schallplatten Berlin, Nova 885080 (vergriffen)

OMPHALE

DIE WEISE VON LIEBE UND TOD DES CORNETS CHRISTOPH RILKE

KRONPRINZ FRIEDRICH


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Olaf Brühl, 2014